Design – was wirklich zählt.

DESIGN
Bei CURRENT DESIGNS ist der Name von Anfang an Programm. Bei der Entwicklung herausragender Kajakformen arbeiten wir mit legendären Designern wie Derek Hutchinson und Nigel Foster zusammen. Doch warum ist ein gutes Design so wichtig?
Die Außenform bestimmt neben der richtigen Materialwahl und der hochwertigen Verarbeitung maßgeblich den Charakter eines Bootes. Wie stabil soll das Kajak auf dem Wasser sein? Wie strikt der Geradeauslauf, wie schnell, wie komfortabel? Wie agiert das Boot bei starkem Wind und in hohen Wellen? Wir entwickeln verschiedene Modelle immer weiter und testen unsere Kajaks auf Herz und Nieren. Dabei investieren wir bei unseren Freizeitbooten dieselbe Energie und denselben Perfektionismus wie bei unseren Expeditions- und Seekajaks. Wir glauben, dass unkomplizierte und komfortable Boote gleichzeitig leicht und agil sein können. Und dabei richtig gut aussehen. Ein gutes Kajakdesign zeichnet sich also durch die passende Kombination verschiedener Variablen aus. Doch welche Kenngrößen beeinflussen die Eigenschaft eines Bootes maßgeblich? Hier eine knappe Einführung in die Grundbegriffe des Kajakdesigns:

Die Bootslänge und Bootsbreite

beeinflusst maßgeblich die Manövrierbarkeit und die potenzielle Geschwindigkeit des Bootes. Grundsätzlich gilt: je länger das Kajak, desto ausgeprägter der Geradeauslauf und desto höher die Rumpfgeschwindigkeit. Mit abnehmender Länge und zunehmender Breite erhöht sich die Wendigkeit enorm, das Boot büßt jedoch an Geschwindigkeit ein. Unsere breiteren Modelle (z. B. die Kestrels) sind wesentlich stabiler als die schmaleren, bieten im Cockpit mehr Platz für den Paddler und eignen sich somit hervorragend zum entspannten Angeln, Naturbeobachten oder Dahintreibenlassen. Schmalere Boote haben eine geringere Anfangsstabilität, bieten aber eine höhere Geschwindigkeit.

Die Bootshöhe

ist der Abstand zwischen Boden und Oberdeck. Modelle mit geringer Höhe eignen sich besonders für erfahrene Paddler mit dem Wunsch, einen möglichst engen Kontakt zum Boot herzustellen. Je flacher ein Kajak, desto weniger empfindlich reagiert es auch auf starke Seitenwinde – ein Faktor, der hauptsächlich für Seekajaker eine Rolle spielt. Höhere Boote bieten mehr Platz und Bewegungsfreiheit für die Beine und somit höheren Komfort für den Paddler. Durch das höhere Bootsvolumen verfügen diese Kajaks bei gleicher Grundfläche auch über ein größeres Zuladungspotenzial.

Der Kielsprung

(engl. „rocker“) definiert wie stark ein Boot entlang der Kiellinie aufgebogen ist. Bei der Entwicklung unserer Designs orientieren wir uns bei der Ausprägung des Kielsprungs am späteren Einsatzgebiet des Modells. Ein Kajak mit keinem oder nur geringem Kielsprung verfügt grundsätzlich über einen extremen Geradeauslauf und ermöglicht hohe Paddelgeschwindigkeiten. Gleichzeitig lässt sich ein solches Boot deutlich schwieriger manövrieren, besonders unter raueren Bedingungen (schwere See). Mit zunehmendem Kielsprung erhöht sich die Wendigkeit des Kajaks, gleichzeitig ändert sich – in Abhängigkeit vom Vorderschiffvolumen – auch das Eintauchverhalten bei höheren Wellen.

Boden und Seiten:

Die Ausprägung des Unterschiffs beeinflusst neben der potenziellen Geschwindigkeit eines Kajaks auch entscheidend die Stabilität und das Handling auf dem Wasser. Ein schmaler runder Boden – wie man ihn ausgeprägt bei Rennbooten findet – ermöglicht sehr hohe Geschwindigkeiten, ist aber auch sehr instabil und damit für viele Einsatzbereiche nicht brauchbar. Je flacher der Boden, umso höher ist die Anfangsstabilität eines Bootes, gleichzeitig verringert sich jedoch die Performance des Kajaks.
Querschnitte
So liegt bei vielen unserer Modelle das Optimum auch dazwischen: Ein flacher Rundboden bietet ausreichend Geschwindigkeit bei ordentlicher Stabilität und Wendigkeit. Eine Besonderheit in Sachen Unterschiffdesign findet man bei unseren Grönlandkajaks. Bei der traditionellen Herstellung dieser Boote wurden vernähte Häute über ein Holzgerüst gezogen. Diese Boote hatten somit keine runde oder abgeflachte Bodenform, sondern zeigten im Querschnitt einen abknickenden Verlauf. Wir haben dieses ursprüngliche Design aufgegriffen und modifiziert. Das Ergebnis sind sogenannte „Knickspanter“ mit einer höheren Stabilität unter schwersten Bedingungen und besonderen Manövriereigenschaften für technisch begeisterte Paddler („Ankanntverhalten“, „zweite Kiellinie“, Eskimotieren etc.).

Welches Design

und welches Modell passt nun am besten zu Ihnen? Unterhalten Sie sich mit Ihrem Fachhändler und finden Sie heraus, welche Ansprüche Sie an ein Boot stellen. Wanderpaddeln auf ruhigen Seen oder Hochseetour mit Inselhopping? Hohe Zuladung für lange Touren oder kompakte Längen fürs Caravandach? Ab Seite 42 haben wir versucht, unsere Modelle zu vergleichen. Gewissheit bringt schließlich ein richtiger Test. Wählen Sie zwei bis drei Wunschkandidaten, stellen Sie Sitz und Steuer passend ein und dann ab aufs Wasser.
Weitere Informationen rund um das Design unserer Boote und Testmöglichkeiten erhalten Sie bei Ihrem Fachhändler.
Eine Liste unserer Fachhändler erhalten Sie hier.
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